Samstag, 19. Januar 2013

Wer bin ich? Poetry Slam:)

Ich war am Wochenende auf einem Workshop, der sich 
mit dem  Thema "Poetry Slam" befasst.
 Auch genannt: Dichterwettstreit.
Uns ging es hierbei weniger um den Wettstreit als um das Schreiben.
Wir sollten uns einen Ort in Oldenburg aussuchen & dazu einen Text verfassen.
Ich habe mir hierfür das Parkdeck von Schlosshöfe ausgesucht. 
Erstmal ein paar Bilder und dann noch mein Text.:)


Ich drücke den Knopf und warte auf den Fahrstuhl. Ich steige ein und fahre bis ganz nach oben aufs Parkdeck.....Das Parkdeck. Um der grausamen Realität wenigstens für eine kurze Zeit zu entfliehen. Ich höre das Geräusch, welches mir sagt, dass ich angekommen bin. Unter meinen Füßen spüre ich schon den harten Asphalt, der durch den frischen Schnee zu quietschen beginnt. Der Wind weht durch meine Haare und meine Augen sind von den Tränen wie verschleiert. Wer bin ich denn überhaupt? Ich blicke über die Dächer der Stadt, doch auch hier hatte ich nur einen Gedanken. Diesen einen Gedanken, der mich Tag für Tag verfolgt. Und dieser eine Gedanke handelt allein von dir. Ich denke zurück an unsere gemeinsame Zeit und wünsche mir, dass ich  zu dir fliegen kann, so wie der Vogel am Himmel über mir. Doch es ist vorbei. Wieso musstest du alles kaputt machen? ...Wieso musstest du MICH kaputt machen?
 Ich weiß nicht einmal mehr wer ich überhaupt bin!
Ich laufe an den Rand des Parkdecks, blicke über die Brüstung und spüre den Impuls der mir sagt:“ Spring!“ Was tue ich hier?! Langsam klettere ich hoch, bis ich ganz am Rand stehe. Ein Blick hinunter und ich sehe Autos, Menschen...Jugendliche die fröhlich reden und ein altes Ehepaar was einen Spaziergang macht. 
Doch das alles interessiert mich nicht. Ich will zum letzten von tausenden malen deine Worte lesen. ...Soll ich sie löschen? Nein! Das kann ich nicht. ...Was kann ich denn dann?
Und plötzlich sehe ich sie...diese Wörter:“ Es tut mir leid! Ich will das du ein Leben voller Freude hast, ohne das du mir hinterhertrauern musst!“
Es sind diese Worte, an diesem Ort, zu dieser Zeit, die mich vor meinem Tod bewahren . Ich komme von der Brüstung runter und gehe zurück zum Aufzug. Ich drücke wieder auf den Knopf und warte auf das Signal. Als ich in den Spiegel schaue werde ich mir meines Vorhabens bewusst. Und wieder stelle ich mir die Frage: Wer bin ich?!

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Hier noch einige Bilder, die aus Spaß entstanden sind, da es doch ein sehr lustiges Wochenende war.:))) 







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